Ofenwissen

Hier haben wir für Sie Antworten, Erklärungen und Wissenswertes rund um die Themen Grundofen, Strahlungswärme und die Besonderheiten unserer Bremer Grundöfen zusammengestellt. Wenn Sie sich mit diesen Themen eingehender beschäftigen möchten, bietet sich hier ein guter Einstieg, für alle weiterführenden Fragen stehen wir Ihnen dann selbstverständlich gern telefonisch zur Verfügung.

Eine Zusammenstellung dieser Informationen finden Sie auch als PDF-Datei im Bereich „Downloads“.

Grundöfen sind Wärmespeicheröfen. Die aus dem Feuer gewonnene Wärme wird in ihrer Speichermaße, die bei unseren Öfen aus Keumalit besteht, gesammelt und über mehrere Stunden hinweg als Strahlungswärme wieder abgegeben. Ein Grundofen erwärmt den Raum langsam und sorgt bei regelmäßigem Gebrauch für eine ausgeglichene Raumtemperatur.

Seinen Namen erhält der Grundofen durch die Tatsache, daß das Feuer auf dem Grund des Ofens brennt. Er kommt im Gegensatz zum Kamin ohne Rost aus. Das Feuer bezieht seine Verbrennungsluft direkt aus dem Feuerraum und brennt dadurch deutlich langsamer und gleichmäßiger ab als auf einem Rost. Die Asche bleibt auf dem Feuerraumboden liegen und ist damit wesentlicher Bestandteil der Wärmegewinnung des Grundofens, denn sie isoliert die Glut und sorgt auf diese Weise für eine größere Wirksamkeit des Feuers.

Traditionelle Grundöfen werden einmal befeuert, je nach Feuerraumgröße ggf. auch direkt im Anschluß mit einer zweiten, meist kleineren Ladung. Dann hat die Maße des Ofens die Energie aus dem Holz aufgenommen und gespeichert. Nun gibt der Ofen seine Energie in Form von Strahlungswärme an den Raum ab. Je nach Bauart des Ofens kann dies etwa zwischen 8 bis 24 Stunden dauern. In dieser Zeit sollte bei traditionellen Grundöfen kein erneutes Feuer entfacht werden, da es bei einem Dauerbrand zu Rißen im Speichermaterial aufgrund von zu starker Ausdehnung kommen kann. Neigt sich die Wärmeabgabe des Ofens dem Ende, wird erneut gefeuert.

Die schon erwähnten Vorzüge des Materials Keumalit bedingen auch die Vorzüge unserer Grundöfen, die sie deutlich von traditionellen Grundöfen abheben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Grundöfen müßen Grundöfen aus Keumalit nicht abkühlen, bevor sie wieder angefeuert werden. Durch die geringe Wärmeausdehnung nehmen unsere Öfen durch Überhitzung keinen Schaden, so daß sie über einen längeren Zeitraum befeuert werden können. Auf diese Weise verbinden unsere Öfen Eigenschaften des Kamins mit den Prinzipien herkömmlicher Grundöfen.

Die Spitze der Wärmeabgabe der Öfen, die schneller erreicht wird als bei traditionellen Grundöfen, läßt sich durch diesen Vorteil leichter halten, gleichgültig, ob man auf diese Weise einen größeren Raum heizt oder einem harten Winter trotzt.

Anders als gemauerte Grundöfen sind Grundöfen aus Keumalit aus wenigen Teilen gefertigt, ein Umstand, der ihren Ein- und Ausbau erheblich erleichtert.

 

Heizleistungsdiagramm

Wärmestrahlung, bzw. Strahlungswärme ist die Art der Wärmeübertragung, mit der die Sonne die Erde erwärmt. An sie ist der Mensch von Geburt an gewöhnt. Unbestritten ist sie die Quelle der im Wortsinne „wohligsten Wärme“, als natürliche Wärme durchdringt sie den Menschen und wärmt ihn „bis tief in die Knochen“. Strahlungswärme unterscheidet sich grundlegend von Konvektionswärme, bei der zuerst die Raumluft erwärmt wird. Konvektionswärme kennen wir zum Beispiel von Kaminöfen und Heizkörpern. Räume werden auf diese Weise in kurzer Zeit sehr stark erwärmt, kühlen jedoch auch schnell wieder ab.

Bei Strahlungswärme speichert Masse die Energie. Die gespeicherte Energie wird als Infrarotstrahlung langsam wiederum an feste Körper abgegeben. Die Raumluft wird dabei kaum erwärmt, dafür Wände, Böden, Möbel und mit ihnen der Mensch. Lüften der Räume sorgt deshalb nicht für eine deutliche Auskühlung. Bei dieser Art der Erwärmung kann die Raumtemperatur niedriger bleiben, was nicht nur wertvolle Energie spart, sondern auch gesünder ist. Die Raumluft wird nicht in einem so starken Maß verwirbelt wie bei Konvektion und ist daher staubfreier. Auch bleibt die Luftfeuchte erhalten, was sich positiv auf unsere Schleimhäute auswirkt.

So heizen unsere Grundöfen gleichmäßig, maßvoll und schonend. Es wird in erster Linie das erwärmt, was zu erwärmen vernünftig ist.

Die Werte der Leistungsangaben von Kaminöfen und Grundöfen liegen weit auseinander. Um dies zu verstehen, ist es hilfreich, sich folgendes zu verdeutlichen. Die zur Verfügung stehende Energiemenge wird aus dem Feuerholz gewonnen. Gut gelagertes, luftgetrocknetes Hartholz hat etwa 4 kW pro Kg. Diese Energiemenge geben Sie nun in den Ofen, ganz gleich ob Kamin oder Grundofen.

Die Leistungsangaben beziehen sich immer auf die stündliche Energieabgabe. Da ein Kaminofen seine Leistung innerhalb eines viel kürzeren Zeitraums abgibt als ein Grundofen liegen die Werte so weit auseinander.

Beispiel:

Ein Kaminofen wird beispielsweise mit 7 kW angegeben. Diese gibt er über ca. 1,5 Stunden ab:

7 x 1,5 = 10,5 kW Gesamtwärmemenge

Unsere Grundöfen werden mit 2,5 kW (5 Ringe Varianten) angegeben. Diese werden über ca. 7,5 Stunden abgegeben:

2,5 x 7,5 = 18,75 kW Gesamtwärmemenge

Öfen geben ihre Wärme nicht linear ab, daher ist dieses Beispiel vereinfacht.

Gutes Brennholz ist immer Hartholz. Dazu gehören z.B. Buche, Eiche, Esche, Birke etc. Eine Verwendung verschiedener Harthölzer ist zum Heizen am besten geeignet.

Weichhölzer wie Tanne oder Kiefer (bzw. fast alle Nadelhölzer), sind nicht zu empfehlen. Sie enthalten einen hohen Harzanteil. Harz verbrennt erst bei einer Temperatur ab 1000°C, diese wird in unseren Öfen nicht erreicht. Es kommt daher zur Ablagerung von Holzteer (Harz plus Wasser) im Schornstein und Ofen, was zur sogenannten Versottung und damit zu Beschädigung führt. In dünnen Spanen hingegen wird Weichholz zum Anfeuern genutzt.

Verfügt Ihr Haus noch über einen freien Schacht, muß durch einen Schornsteinfeger geprüft werden, ob dieser Schacht für unsere Modelle ausreichend ist.

Wenn Ihr Haus über einen Schacht verfügt, an dem schon ein Ofen angeschlossen ist, kann unter Umständen ein weiterer Ofen angeschlossen werden. Dazu müssen beide Öfen über selbstschließende Feuerraumtüren verfügen, um einen Abgasaustritt zu vermeiden. Unsere Öfen sind mit selbstschließenden Türen ausgestattet.

Beim Neubau eines Hauses oder eines Schornsteins muß auf eine ausreichende Dimensionierung des Schachts geachtet werden.

In all diesen Fragen ist der Bezirksschornsteinfeger Ihr erster Ansprechpartner, dem unter anderem die Feuerstättenschau und Überprüfung des Schornsteins obliegt. In der Rubrik „Preise und Downloads“ haben wir sämtliche Prüfberichte und Zertifikate zu unseren Öfen als PDF bereitgestellt. Stellen Sie diese bitte Ihrem Schornsteinfeger zur Verfügung. Ausführliche technische Informationen, wichtige Hinweise zur Aufstellung Ihres neuen Ofens und zur Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände und zur Abnahme des Ofens durch den Schornsteinfeger finden Sie dort ebenfalls.

Unsere Öfen ziehen die für die Verbrennung nötige Frischluft unten, auf der Rückseite des Ofens, an. Hierbei wird von raumluftabhäniger Verbrennungsluftzufuhr gesprochen. Ältere Häuser sind in der Regel undicht genug, um Frischluft von draußen selbständig nach zu ziehen.

Sollten Sie jedoch eine Dunstabzugshaube im Raumluftverbund (selbe Wohnung/ Haus) benutzen, muß dem Ofen die Frischluft von außen zugeführt werden. In diesem Fall spricht man von einer externen Verbrennungsluftzufuhr. Ansonsten konkurriert die Abzugshaube mit dem Schornstein, wobei der Schornstein im Nachteil ist. Das hat zur Folge, daß die Rauchgase nicht durch den Schornstein abgeleitet werden, sondern durch die Wohnung Richtung Abzugshaube.

Für Neubauten mit entsprechender Dichtheit der Gebäudehülle gilt es ebenfalls die Frischluft von außen zuzuführen.

Unsere Öfen haben die Möglichkeit, externe Frischluft über die Unterseite des Bodenbleches aufzunehmen. Dafür muß ein Rohr (normales PE Rohr o.ä.) im Boden verlegt werden. Die Öffnung des Rohres liegt dann bündig mit dem Fußboden und mittig unter dem Ofen. Der Ofen kann einfach auf die Öffnung gestellt werden, er dichtet von selbst ab.

Der Untergrund, auf dem der Ofen stehen soll, muss ausreichend tragfähig sein. Unsere Öfen wiegen 400 – 600 kg. Bei einem herkömmlichen Fundament oder einer Fundamentplatte ist das normalerweise der Fall. Im Zweifel kann dies durch einen Sachverständigen geprüft werden. Wichtig ist außerdem, daß der Boden über kleine Unebenheiten hinaus gerade, waagerecht und belastbar ist.

Schwimmender Estrich kann leicht durch das Einsetzen von Betonstempeln belastbarer gemacht werden.

Manche Hersteller weisen für ihre Dämmung unter dem Estrich höhere Belastungsgrenzen aus. Auch bei speziellen Fliesen (z.B. Großformate) ist zu klären, inwieweit sie einer Belastung durch einen Grundofen standhalten. Für auftretende Schäden können wir keine Haftung übernehmen.

Bei einer Holzbalkendecke gilt es, die Last auf mehrere Balken zu verteilen.

Unter dem Ofen muss sich eine Unterlage aus feuerfestem Material (Blech, Glas, Beton, Fliesen etc.) befinden, die seitlich mindestens 30 cm und vorne mindestens 50 cm weit übersteht. Am meisten haben sich geflieste Untergründe oder Bleche bewährt. Von Glas raten wir ab, da sich auf Dauer Verschmutzungen unterhalb der Scheibe nicht vermeiden lassen. Beschädigungen eines Untergrunds aus Beton bleiben auch nach Schönheitsreparaturen sichtbar. Einzelne Fliesen können hingegen ausgetauscht werden.

Wir halten als feuerfeste Unterlage ein rundes dreiteiliges Blech vor. Dieses Blech ist nicht lackiert, so daß sie über die Farbgebung selbst bestimmen können.